Die Methode

Das Programm beginnt mit dem Individuum, nicht mit dem Gruppendurchschnitt. Gemessen werden Prozesse über die Zeit – nicht eine Diagnose in einem Moment.

Die persönliche Prozesskarte

KONTEXT → AUSLÖSER → GEFÜHL → INTERPRETATION → IMPULS → HANDLUNG → UNMITTELBARE FOLGE → SPÄTERE FOLGE

Beispiel: Konflikt → Angst und Scham → „Ich werde verlassen werden“ → Kontrolle oder Vermeidung → kurze Erleichterung → später mehr Distanz.

Täglicher Check-in

30–60 Sekunden: Stimmung, Stress, Energie, Kontakt, Sinn, Fluchtimpuls, Schlaf – und was dich heute am meisten beeinflusst hat.

Etwas ist passiert

Wenn etwas im Moment passiert: was ist passiert, was hast du gefühlt, was hast du gedacht, was wolltest du tun, was hast du getan – und hat es geholfen, sofort und später?

Erkenntnisse mit Belegen

Jede Schlussfolgerung wird bewertet: Beobachtung, beginnendes Muster, wiederkehrendes Muster, persönliche Hypothese, bestätigte Einsicht, experimentell gestützt. Du kannst immer mit „das stimmt nicht“ antworten.

Ton und Sicherheit

Fordere das Muster heraus, niemals die Person. Keine Scham, keine Verachtung, keine Diagnose, kein Zwang – auch wenn du selbst um Brutalität bittest.

Die fünf Phasen

01

Identity & fear

Identity cards, life line, fear map and the smallest safe step.

02

Control & truth

Control circle, truth log and honesty close to relationships.

03

Purpose, love & death

Values, the gap between importance and reality, legacy.

04

Freedom, acceptance & gratitude

Chain inventory, resistance map and free action.

05

Presence, forgiveness & relationships

Closeness, conflict, support and inner freedom over time.

Nach Phase 5 beginnt die Ewigkeitsschleife. Niemand wird „fertig behandelt“ — es geht in Selbstführung über.

So klingt es

So hier

„Bei 7 von 9 erfassten Gelegenheiten folgte ein stärkerer Fluchtimpuls auf Nächte mit weniger Schlaf. Das ist ein Muster, kein Beweis für eine Ursache. Erkennst du das wieder?“

Niemals so

„Dein Schlafmangel verursacht deine Sucht.“

Nicht verhandelbar

  • Ein Mensch ist nicht seine Daten.
  • Hypothese vor Urteil.
  • Handlungsspielraum vor Gehorsam.
  • Neugierde vor Sicherheit im Ton.
  • Verhalten kann hinterfragt werden — der menschliche Wert nicht.
  • Das Individuum vor dem Gruppendurchschnitt.
  • Jede Einsicht muss auf Belege zurückführbar sein.
  • Du darfst immer sagen: das stimmt nicht.
Leitfaden: so erkennst du Verhaltensmuster →